Falsche Kriminalbeamte: Zeugen gesucht

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Polizeimeldungen aus dem Landkreis Aurich

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Leer – In der vergangenen Woche erhielt eine 59-jährige Leeranerin einen Anruf von einem falschen, jedoch professionell und überzeugend wirkenden, Kriminalbeamten. Der unbekannte Mann schilderte ihr, dass sie bei der Überführung eines Straftäters behilflich sein könne. Eine Mitarbeiterin der Sparkasse habe Kundendaten weitergegeben und später sei angeblich bei diesen Kunden eingebrochen worden. Sie stehe auch auf dieser Liste. Daher sei es nun zu polizeilichen Ermittlungszwecken nötig, dass die Leeranerin ihr Bargeld vor der Haustür deponiere. Dieses würde von der Polizei dann gesichert und später wieder an sie zurückgezahlt.

Die 59-Jährige hob daraufhin Geld von ihrem Konto ab und folgte den Anweisungen des unbekannten Täters. Sie legte das Geld gegen 13:30 Uhr am 15.10.2015 in einer Plastiktüte vor ihre Haustür in der Evenburgallee. Später bemerkte sie dann, dass sie betrogen wurde und meldete sich bei der Polizei.

Zeugen, die in der Mittagszeit des 15.10.2015 in der Evenburgallee auffällige Beobachtungen gemacht haben und/oder weitere sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Leer unter 0491/976900 zu melden.

Sowohl in der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund als auch in der Polizeiinspektion Leer/ Emden sind in der vergangenen Zeit Fälle dieser “falschen Polizeibeamten” aufgefallen. Das Ziel der Täter ist es, Menschen um ihr Geld oder Wertsachen zu betrügen. In der Regel melden sich die Täter telefonisch (meist mit unterdrückter Rufnummer) und geben sich als Polizeibeamte / Kriminalbeamte aus, um so das Vertrauen der Opfer zu erlangen. Im Gespräch versuchen die Täter dann Informationen über Vermögen und Wertgegenstände zu erlangen und verunsichern die Opfer damit, dass diese angeblich bereits im Visier von Kriminellen seien und ihr Vermögen in Gefahr sei.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, vorsichtig mit Informationen über finanzielle Verhältnisse zu sein, die von fremden Personen erfragt werden. Sie sind nicht verpflichtet, darüber Auskunft zu geben. Wenn Ihnen etwas seltsam vorkommt, scheuen Sie sich nicht, sich von dem Polizeibeamten den Namen, die Amtsbezeichnung, die Dienststelle und eine Rückrufnummer geben zu lassen. Rufen Sie den Polizeibeamten dann über seine Dienststelle an und lassen Sie sich verbinden. Auch bei Besuchen von Polizisten können Sie sich den Dienstausweis zeigen lassen und bei der zuständigen Dienststelle ihres Wohnortes nach der Rechtmäßigkeit des Besuches fragen.


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