Granat hat keine Gräten

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Bezahlter Blogbeitrag:

Buchbesprechung:

Der neue Ostfrieslandkrimi von Harald H. Risius ist ein ausgesprochen realistischer Krimi mit einem fesselnden Spannungsbogen. Einmal mehr hat er es verstanden, seine Leser mit auf eine unterhaltsame Reise nach Ostfriesland zu nehmen. In diesem Band steht die Seehundaufzuchtstation Norddeich im Mittelpunkt des Geschehen. Der kleine Heuler, den die bekannten Protagonisten Hinni und Renate bei einer Segeltour entdecken, bringt die Geschichte ins Rollen.

Bei einem großen Galaabend zugunsten der Station erstickt einer der Gäste, nachdem er eine Portion Nordseekrabben, die in Ostfriesland Granat genannt werden, gegessen hat. Der Kreis der Verdächtigen ist groß. Nicht zuletzt hat der vermeintlich ehrenwerte Bankier seine Finger in allerhand schmutzigen Geschäften. Er spekuliert auch auf die Seehundstation, um diese zu einem gewinnträchtigen Touristenmagneten auszubauen. Dabei ist ihm das tatsächliche Anliegen – Seehunde artgerecht aufzuziehen und wieder in die Freiheit zu entlassen, egal. Wie es so oft ist, sind diese Art von Menschen nicht nur in geschäftlicher Hinsicht skrupellos, sondern schrecken auch im Privatleben vor nichts zurück.

Je tiefer sich die bekannten Ermittler Susi Wildtfang und Helmut Brunner in den Fall einarbeiten, desto spannender wird die Geschichte und das Tatmotiv facettenreicher. Susi und Brunner stehen außerdem vor weitreichenden Veränderungen. Susi will mit ihrem langjährigen Partner Karl in den Hafen der Ehe segeln und Brunner verabschiedet sich von seinen Plänen in die fränkische Heimat heimzukehren. Er will in Ostfriesland sesshaft werden. Es bleibt spannend …

Kurzum, ein schöner klassischer Krimi mit guter Ermittlerarbeit und einer realistischen Story. Der Schreibstil von Harald H. Risius überzeugt, das Buch lässt sich flüssig lesen.

Klappentext:

»Granat hat keine Gräten« … behauptet Hinni Boomgarden. Trotzdem stirbt der Bremer Bankier Albert Oldenbeck bei einem Benefizessen zugunsten der Seehundstation Norddeich einen qualvollen Erstickungstod – gleich nachdem er eine Portion Nordseekrabben gegessen hat.
Was ist los mit den Krabben, die in Ostfriesland Granat genannt werden?
Susi Wildtfang, die Ermittlerin mit Heimvorteil, und der brummige Helmut Brunner sollen den Fall klären, obwohl sie selbst vor persönlichen Veränderungen stehen: Der eine muss schleunigst Ostfriese werden, die andere schmiedet Heiratspläne. Da gibt es allerdings ein Hindernis: Ihr Zukünftiger steht auf der Liste der Verdächtigen beim Krabben-Mord.

Brisant werden die Ermittlungen, als sich herausstellt, dass Oldenbecks Bank dubiose Geschäfte tätigt, Investoren um ihr Vermögen prellt und dabei auch die Seehundstation im Visier zu haben scheint.

Ein gut recherchierter, spannend geschriebener Roman mit einem überraschenden Ende und ganz viel Ostfriesland drin.

Erschienen 2017 im RichterVerlag

ISBN: 978-3-9817856-7-8

Taschenbuch: 11,95 €

E-Book Kindle: 4,99 €

316 Seiten


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