Nationale Bildungsallianz notwendig

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Bildung ist die entscheidende Zukunftsfrage für unsere Gesellschaft. Nur mit einem guten Bildungssystem wird Deutschland die zentralen Herausforderungen des demografischen Wandels, der Globalisierung, der Integration von Zuwanderern, der Erhaltung des Wohlstandes und der Zukunftssicherung unseres Sozialstaates meistern können, betont der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Gerd Landsberg heute anlässlich des Tages der Bildung in Berlin.

Vor dem Hintergrund der aktuellen IGLU-Studie zum Leseniveau von Grundschulkindern und dem Lehrermangel an Grundschullehrern fordert der DStGB die Kultusministerkonferenz aber auch den Bund auf, statt über bundesgesetzliche Rechtsansprüche auf einen Ganztagsplatz an Grundschulen einen Aktionsplan zum bedarfsgerechten Ausbau der Ganztagsschulen vorzulegen.

Schulen sollen jedes Kind individuell fördern und damit zur Chancengerechtigkeit beitragen, indem die Koppelung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg abnimmt. Unstreitig ist diese Aufgabe in Schulen in sozialen Brennpunkten oder einem hohen Migrantenanteil schwerer zu erreichen. Um die Lernerfolge zu erreichen, müssen die Schulen gezielter durch zusätzliche Finanzmittel, gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer und die Einstellung von Schulsozialarbeitern und Schulpsychologen gefördert werden. Die notwendigen Finanzmittel können die Länder als Verantwortliche für die Bildung und die Ausbildung der Lehrerschaft sowie Kommunen als Schulsachaufwandsträger nicht alleine aufbringen. Das Grundgesetz fordert gleichwertige Lebensverhältnisse. Dies muss mit Blick auf die Chancengerechtigkeit besonders für das Bildungswesen gelten. Der Föderalismus wird nicht in Frage gestellt, wenn sich der Bund finanziell an dieser wichtigen gesamtgesellschaftlichen Herausforderung beteiligt. Auch könnten Finanzmittel aber auch andere Sozialleistungen in die Bildungsinvestitionen umgeleitet werden.

Bildung ist Teilhabe in jeder Lebensphase. Und deshalb muss eine wirklich umfassende Strategie für eine zeitgemäße Bildung, für eine digitale Welt neben der schulischen Bildung vor allem auch die berufliche Weiterbildung in den Blick nehmen. Die Umsetzung des lebenslangen Lernens erfordert Konzepte, die über Ressortgrenzen hinausgehen. Lebenslanges Lernen ist für Kommunen eine Querschnittsaufgabe und erfordert Kooperationen mit externen Partnern der Bildung, wie den Kammern und Unternehmen, Bildungsträgern in freier Trägerschaft, Hochschulen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften und Vereinen.

Ein leistungsstarkes und chancengerechtes Bildungssystem setzt eine ausreichende Finanzausstattung voraus. In der kommenden Legislaturperiode kommt es wesentlich darauf an, dass Bund und Länder Haushaltsmittel für eine umfassende Nationale Bildungsallianz zur Verfügung tellen.

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