Handwerkerinnen informierten sich bei Netzwerkveranstaltung über Erb- und Ehevertragsrecht.

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Tina Lienemann (vorne rechts) zeigte den Unternehmerinnen aus dem Handwerk ihre Badausstellung. Foto: HWK

Vorbereitet in die Zukunft gehen – Pressemitteilung HWK

Ostfriesland. In gemütlicher Atmosphäre Erfahrungen austauschen und das eigene Wissen auffrischen. Genau dazu lädt die Handwerkskammer für Ostfriesland Unternehmerinnen zwei Mal im Jahr bei ihrem Handwerkerinnen-Frühstück ein. Es geht der Betriebsberatung darum, ein Netzwerk der im Handwerk tätigen Frauen zu entwickeln. “Viele leitende Aufgaben in den Handwerksbetrieben werden ausschließlich und gewissenhaft von Frauen wahrgenommen. Wir wollen der weiblichen Seite unseres Wirtschaftszweiges eine Plattform bieten”, sagte Karina Schröder, Betriebsberaterin der Handwerkskammer. Dieses Mal bewirtete Tina Lienemann die Unternehmerinnen in ihrem Familienbetrieb „Die Bad Gestalter“ in Holtrop.

Der Präsident der Handwerkskammer, Albert Lienemann, eröffnete die Netzwerkveranstaltung vor rund 20 Teilnehmerinnen. „Ich freue mich, dass wir so viele Handwerkerinnen wie noch nie zuvor bei diesem Format begrüßen dürfen“. Die Teilnehmerinnen nutzten während des Frühstücks die Gelegenheit zum Netzwerken. „Wir Handwerkerinnen haben einfach dieselben Hoffnungen und Sorgen“, sagte eine Teilnehmerin und genau darum geht es bei den Netzwerkveranstaltungen. Neue Leute kennenlernen, mit denen man sich fachlich austauschen kann, um einander zu helfen und neue Ideen zu bekommen. Neben dem gemeinsamen Austausch geht es auch darum, das Wissen zu erweitern oder zu vertiefen. So wie beim

Vortrag von Referentin Helga Albers. Die Rechtsanwältin und Notarin von der Kanzlei Winterhoff und Buss in Aurich sprach in einem Impulsvortrag über das Erb- und Ehevertragsrecht. Der Schwerpunkt lag dabei vor allem auf dem Erbrecht. Am wichtigsten sei es, die Zukunft nicht unvorbereitet anzugehen und darauf zu hoffen, dass die Hinterbliebenen schon alle im Sinne des Verstorbenen regeln werden. „Denken Sie an ein Testament und denken Sie daran, wer den Handwerksbetrieb später erben soll.“

Da in Deutschland das Stammesrecht herrsche, würde ohne Testament alles in der Familie vererbt. Habe der Verstorbene Kinder, so erbten diese. Gäbe es keine, so erbten die Eltern. Der Ehegatte stehe erst ganz am Ende. Nicht zu unterschätzen sei auch, dass durch die Abwesenheit eines Testamentes die entstehende Erbengemeinschaft voneinander abhängig sei. Gerade wenn in einem Familienbetrieb nach dem Tod des Inhabers Entscheidungen getroffen werden müssten, könne es fatal sein, wenn nicht geregelt sei, wer die Geschicke der Firma zukünftig leite. Um nichts dem Zufall zu überlassen und den Erben eventuelle langwierige Streitigkeiten zu ersparen, sei es also am besten, ein Testament anzufertigen und es beim Amtsgericht hinterlegen zu lassen. Nur so könne man sicher sein, dass der eigene letzte Wille auch sicher aufgefunden und beachtet werde.

Im Anschluss an den Vortrag führte Tina Lienemann die Handwerkerinnen durch Ihren traditionsreichen Familienbetrieb. Während die Vorfahren von Ehemann Albert Lienemann in Holtrop noch eine Schmiede betrieben, entwickelte sich das Unternehmen über die Jahrzehnte zum modernen Betrieb „Die Badgestalter“ mit einer attraktiven Ausstellung mit aktuellen Badtrends.

Sie sind auch Handwerkerin oder nehmen leitende Tätigkeiten in einem Handwerksbetrieb wahr? Dann treten Sie dem Netzwerk der Handwerkerinnen bei und nehmen Sie an der nächsten Netzwerkveranstaltung teil.

Termine und Infos bei Karina Schröder, k.schroeder@hwk-aurich.de,

Telefon 04941 1797-25.

Quelle: Pressemitteilung HWK


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